Roadtrip Cuba – Teil 3

Der letzte Tag in Havanna. Heute sollten wir unseren Mietwagen abholen…also eigentlich morgen, aber durch eine Fehlbuchung eben heute. Wir waren ca. um zwei an der Mietwagenausgabe, als man uns klar machte wir sollen in drei Stunden wieder kommen. Naja...Zeit zum Bummeln k-PB060179 k-PB060201 k-PB060203 k-PB060205 Okay…wir kamen zurück und trafen auf das Jigsaw Ehepaar vom Vortag. Der Mann von der Mietwagenagentur REX sagte uns es gäbe noch 3 Autos für 5 Kunden. Man muss kein Genie sein um zu erkennen dass die Rechnung nicht aufgeht. Neben uns saß ein britisches Pärchen.
Der Mann war sehr nett und wir haben uns über die hervorragenden (hust hust) chinesischen MG unterhalten, die es meist als Mietwagen gab. Die armen warteten dort bereits seit 5 Stunden auf ihren Wagen, und konnten ihre geplante Fahrt nach Vinales nicht durchführen.
Das Schicksal war uns gnädig, und wir bekamen einen Renault Fluence mit knapp 120.000km auf der Uhr. Das sind umgerechnet auf deutsche Straßen circa 400.000km
Dummerweise hatten wir ja nun für die Nacht keinen Parkplatz, also fragten wir unseren Kofferträger ob er weiß wo wir parken können.
Für knapp 10 Euro gabs dann diesen Stellplatz:
20151107_154115Das gibt doch ein schönes Gefühl von Sicherheit J Die Mädels wollten am Abend nochmal ausgehen. Ich zog es vor beizeiten zu schlafen.
Lustige Nebenstory: Peggy und Nancy wurden von zwei Kubanern vollgequasselt und ein Stück begleitet. Nach 5 Minuten wurde das Gespann angehalten und die Kubaner verhaftet.
Weil sie keinen Pass dabei hatten. Da versteht die Policia keinen Spaß.
Start nach Vinales. Wir mussten ungefähr 180km Strecke zurück legen. Großteils Autobahn.
Erst durch die engen Gassen Althavannas, dann durch die Stadt auf die Autobahn, und schließlich etwas Landstraße. Die Autobahnen in Kuba sind nicht ganz mit den deutschen Straßen zu vergleichen. Hier und da fehlt ein Stück Straße, ab und an findet man Löcher die tief genug sind um LKW zu verschlingen, und es gibt Fahrzeuge die niemals einen Tüv bekommen hätten.
Zusätzlich gibt’s Radfahrer, Pferdekutschen und Anhalter. Davon eine Menge. Unser Auto war schon gut gefüllt, und da wir eh kein spanisch konnten wollten wir eigentlich niemanden mitnehmen..doch da hatte jemand andere Pläne.
Unter einer Autobahnbrücke kurz vor Vinales standen ungefähr zwanzig Personen. Nichts besonderes, bis auf den einen Herren in Uniform. Er hielt etwas in die Luft und stand mitten auf der Fahrbahn.
Wir wurden also langsamer.
Das was wir ursprünglich für ein Schild hielten, war ein Malblock auf dem „Stop“ stand. Vermutlich mit Edding geschrieben.
Der Uniformierte signalisierte uns mit seiner Trillerpfeife dass wir rechts ranfahren sollen, was uns aber sehr suspekt erschien.
Als wir auf den Seitenstreifen rollten, kam er unserem Auto mit ernster Miene immer näher. Unfähig mit der Situation umzugehen riefen wir Peggy zu, sie soll voll durchstarten.
„VROOOOM“ Kupplung und Gas gleichzeitig sind keine Freunde. Als dann endlich die Verbindung zum Getriebe hergestellt war sausten wir mit quietschenden Reifen davon.
Der Aushilfspolizist rannte uns noch gute 50 Meter, trillerpfeifend, hinterher.
„Tüüt tüüütt“ Vergebens. Wir hatten schon Angst nun von Militär und Polizei gejagt zu werden, aber es passierte einfach nichts. Wir fuhren weiter und kamen unbehelligt an.
Stellt euch jetzt einfach ein Video vor. Ich habe das ganze gefilmt, bin aber ohne Kamera in Deutschland gelandet. Mehr dazu später.
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Angekommen in Vinales, in einer Casa Particular, empfahl uns der Papa die „Cueva del Indio“ zu besuchen. Ein echter „Geheimtipp“.
Am Arsch.
Die Frau am Eingang erklärte uns dass die Höhle gerade voll ist und wir warten sollen. Okay…eine Stunde später spazierten wir in die Höhle und…stießen auf eine unüberblickbare Schlange.
Was soll die Scheiße!? Nach einer weiteren Stunde zwischen vielen transpirierenden Menschen stiegen wir in ein Boot  - fuhren 5 Minuten durch die Höhle und waren fertig. Ich war vor allem bedient.
Für alle Kubareisenden: Die Cueva del Indio ist kein Geheimtipp. Dort werden Busse voll Touris hin gekarrt.
Besonders schön war es innen auch nicht. Nur die Gegend darum war recht ansehnlich.
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k-RTD_0841 Das war jetzt vielleicht ein bisschen viel Text...aber ihr schafft das schon. Oder habt es schon geschafft. Schließlich steht das hier ganz unten. Tschau Kakao, bis demnächst!
 

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