Roadtrip Cuba – Teil 2

... Abfahrt nach Havanna. Wir wurden von einem recht schick angezogenen Herr in einem Hyundai Transporter (absoluter Luxus) planmäßig am Hotel erwartet. Die Fahrt an der Küste war vor allem eins: KALT! Der gute Herr hat die Klima auf volle Kanone 16 Grad eingestellt. Wenn man dran rumgefuchtelt hat, stieß er grimmige Blicke rüber. Allgemein sind in tropischen Ländern die Klimaanlagen oft auf Volle Pulle gedreht. Aber das war nicht der einzige Knackpunkt des Tages, denn unser Chauffeur hat uns am Rande der Altstadt aus dem Auto gelassen, mit dem Hinweis er könne nicht durch die engen Gassen fahren. Gleich nach der ersten Biegung kam uns natürlich ein fetter Ural entgegen geblubbert. Planlos irrten wir gut 30 Minuten über Havannas stinkende Kopfsteinpflaster. Die Räder unserer Rollkoffer verfluchten uns wohl so, wie ich den Fahrer verfluchte. Aber immerhin hatten wir es besser als unser Freund Martin, der für 5km Autofahrt 20€ bezahlt hat. ( 😀 sorry Martin, das muss man erzählen ) Mehr durch Glück, als durch Können, erreichten wir unser Hostel. Das Zimmer war angenehm groß. Ungefähr so groß wie mein altes Kinderzimmer. Nur ohne Fenster. Und die Badtür ging nicht zu. Wir durften uns also immer beim pinkeln und defäkieren belauschen. Da fiel der Schimmel auch kaum mehr auf. Ist halt Kuba, was solls. Wir wollten da ja maximal schlafen, und nicht wohnen. OLYMPUS DIGITAL CAMERA k-PB050153 Nach den Strapazen war ein kurzer Mittagsschlaf angesagt. Der war aber länger als geplant, so wurde am späten Nachmittag nur eine kleine Runde durch die „Hood“ gedreht. Wichtig war, dass wir einen kleinen Laden finden. Glücklicherweise hatten wir genau einen in unserer Straße. Es gab Wasser und Rum. Das wars. Immerhin war somit die (teure) Wasserversorgung geklärt. „Wohin gehen wir jetzt?“ „öhh da lang“ Das führte uns natürlich genau in die Ghettos von Alt-Havanna. Bin doch recht froh in Deutschland zu leben. Ich muss aber sagen, dass ich mich in ganz Havanna nie unsicher gefühlt habe. Nicht mal alleine mit Kamera in der dunkelsten Seitengasse. Alle waren freundlich, alle haben mir geholfen. In anderen Ländern undenkbar. 232 OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA k-PB040086 k-RTD_0657 Erschöpft von Hitze und Gestank waren die unbequemen Betten besser als jede andere Schlafmöglichkeit. Ab und zu wurde ich nachts wach, weil jemand pinkeln war und mein Kopf genau neben der Klotür lag. Wenn man im Halbschlaf war, konnte man denken es regnet aufs Kopfkissen. Interessant. Der nächste Tag brach an, und wir hatten recht früh eine Tour durch die Stadt gebucht. Mit einem originalem 50er Jahre Amischlitten. Ein blauer. Fragt mich bitte nicht welches Modell genau. Rico, unser Fahrer, kutschierte uns quer durch die Stadt und ich hatte Zeit aus dem Auto heraus Bilder zu machen. So lob ich mir das. RTD_0424 Zwischendrin wurden immer mal Stopps eingelegt, bei denen man diverse Dinge kaufen konnte. Natürlich hat sich unser Führer immer eine kleine Provision dafür abgeholt, wenn jemand was gekauft hat. Soll er, nur Trinkgeld gabs dann eben keins. Theoretisch hatten wir am frühen Nachmittag ein Gespräch mit einem lokalem Guide der uns auf die Mietwagen Gepflogenheiten aufklären sollte….leider war er nicht dort, wo er hätte sein sollen. Also wieder durch die Stadt geirrt, bis ich entnervt den Concierge vom Hotel Valencia nach dem Standort des Hotel Valencia gefragt habe. Jackpot. Wir stellten fest, dass unser Mietwagen zum falschen Tag reserviert war, was sich aber im Endeffekt als glücklicher Umstand erwies. Denn am Folgetag hätte es vielleicht keinen mehr für uns gegeben. Kuba eben. Am Tisch des Guide saß ein älteres deutsches Pärchen, welches durch unglaubliche unsymphatie auffiel. Eine Frau wie John Kramer aka Jigsaw aus dem Gesicht geschnitten. Was solls, wir brauchten Internet. In Kuba gibt’s für Internet derzeit WLAN-Codes zu kaufen, mit denen man sich beim öffentlichen Betreiber „Nauta“ einloggen kann. In Postfillialien kann man für 2 cuc eine Stunde WLAN erwerben. Leider stehen ewige Schlangen vor diesen Läden. Ich stand in der Reihe, als mich ein Kubaner ansprach „Ay man, need some cohiba?“ „Nope ty“ „Weed? I got some good stuff from Jamaica” “Mhh” “No ty, do you have wifi cards?`” Er holte seinen Kumpel uns wollte für eine Karte vier cuc. Am Arsch. Na kurzer Diskussion hab ich drei bezahlt und hab mir das Warten gespart. Der Schwarzmarkt in Kuba brummt. weiter mit der Reise nach Vinales geht’s dann bald. Tschau Kakao!   RTD_0606 k-RTD_0417 k-RTD_0621 k-RTD_0430_2 k-RTD_0522 k-RTD_0511 k-RTD_0466 k-RTD_0439 k-RTD_0436

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